Erstmals bietet das Medienunternehmen Heilbronner Stimme im Schuljahr 2014/2015 sein Jugendprojekt "Zeitung in der Schule" (Zisch) in Verbindung mit der Stimme-App und dem E-Paper an. "Seit dem Start von Zisch vor fast 20 Jahren hat sich einiges in der Medienbranche getan", erklärt Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer die Hintergründe von "Zisch 2.0", der neuen Projekt-Variante. 1996 ging Zisch als reines Zeitungskonzept an den Start. Heute können die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 12 auf Wunsch auch mit den digitalen Produkten arbeiten.

"Mit Zisch 2.0 bieten wir den Lehrern und Jugendlichen die Möglichkeit, die technischen Entwicklungen sinnvoll im Unterricht zu nutzen", sagt Heer. Einen Zeitungsartikel suchen, der schon vor einigen Tagen erschienen ist? Bis vor kurzem hätten die Zisch-Schüler dazu alte Ausgaben durchstöbern oder vielleicht sogar im Altpapier wühlen müssen. Mit "Zisch 2.0" ist die Recherche nun mit wenigen Klicks erledigt. Beim E-Paper kann mit der integrierten Suchfunktion gezielt nach bestimmten Artikeln oder Schlagwörtern gesucht werden. Zusätzlich kann die tägliche Ausgabe mit nur einem Klick auf dem Rechner archiviert und dann auch offline gelesen werden. Auch einzelne Artikel oder Seiten können die Leser herunterladen, archivieren und ausdrucken.

Mehr Aktualität, eine frischere Optik und noch mehr exklusive Inhalte – das sind die wesentlichen Kennzeichen des neuen Zeitungskonzepts des Medienunternehmens Heilbronner Stimme. "Wir haben die Weichen gestellt, um auch in Zukunft die gewichtige Stimme aus der Region und für die Region zu sein", sagt Verleger Tilmann Distelbarth. "Qualität, Exklusivität, Aktualität, Regionalität und Sublokalität – diese fünf Trümpfe haben wir nicht nur gestärkt, sondern neu verpackt". Das Hauptaugenmerk bei den Veränderungen der Optik lag auf einem ruhigeren und magazinigeren Layout. "Wir setzen künftig noch klarere Schwerpunkte auf den Seiten", erklärt Chefredakteur Uwe Ralf Heer. Ziel sei, den Leserinnen und Lesern eine entschleunigte, magazinige Zeitung zu liefern.

Die Leserinnen und Leser der Heilbronner Stimme, Hohenloher Zeitung und Kraichgau Stimme bleiben nun noch besser auf dem Laufenden: Ab sofort ist der Lokalteil deutlich aktueller als bisher, weil er später gedruckt wird. Möglich machen das zwei neue Druckmaschinen, die in der Heilbronner Austraße aufgebaut werden. 15 Millionen Euro investiert der Verlag in die Anlagen. "Ein deutlicheres Bekenntnis zur gedruckten Zeitung kann es kaum geben", sagt Geschäftsführer Bernd Herzberger. "Diese Investition wird dafür sorgen, dass die mehrfach mit internationalen Preisen ausgezeichnete Druckqualität des Medienunternehmens Heilbronner Stimme auch in Zukunft auf höchstem Niveau bleibt".

Der VSZV

Der Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV) wurde 1953 als landesweite Interessenvertretung der Tageszeitungen in Baden-Württemberg gegründet. Ihm gehören heute 53 von 56 baden-württembergischen Tageszeitungsverlagen an. Zu den Hauptaufgaben des Verbandes gehört die Wahrnehmung der gemeinsamen beruflichen und wirtschaftlichen Interessen der Zeitungsverleger in Baden-Württemberg, also die Beratung und Information der Mitglieder in verlegerischen Fragen. Der Verband nimmt die sozialpolitischen und arbeitsrechtlichen Interessen seiner Mitglieder wahr und ist berechtigt, Tarifverträge mit den Tarifpartnern abzuschließen.

Der VSZV ist einer der größten Landesverbände innerhalb des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), in dem elf Landesverbände zusammengeschlossen sind. In Baden-Württemberg sind die meisten Verlage ansässig, und auch auflagenmäßig steht das Land nach dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen und dem flächenmäßig größeren Bundesland Bayern an dritter Stelle. Die Zeitungsstruktur im Südwesten zeichnet sich in besonderer Weise durch Vielfalt und Ausgewogenheit aus; die Presselandschaft wird geprägt durch die mittelgroße Heimatzeitung und nicht wie in anderen Bundesländern durch Zeitungen mit hohen Auflagen. Zur Eigenständigkeit und Vielfalt beigetragen haben nicht zuletzt etliche Kooperationen. Dies sind Zusammenschlüsse von sog. Mantellieferanten und Lokalzeitungen, die ihrerseits den Mantel beziehen.