Mehr Aktualität, eine frischere Optik und noch mehr exklusive Inhalte – das sind die wesentlichen Kennzeichen des neuen Zeitungskonzepts des Medienunternehmens Heilbronner Stimme. "Wir haben die Weichen gestellt, um auch in Zukunft die gewichtige Stimme aus der Region und für die Region zu sein", sagt Verleger Tilmann Distelbarth. "Qualität, Exklusivität, Aktualität, Regionalität und Sublokalität – diese fünf Trümpfe haben wir nicht nur gestärkt, sondern neu verpackt". Das Hauptaugenmerk bei den Veränderungen der Optik lag auf einem ruhigeren und magazinigeren Layout. "Wir setzen künftig noch klarere Schwerpunkte auf den Seiten", erklärt Chefredakteur Uwe Ralf Heer. Ziel sei, den Leserinnen und Lesern eine entschleunigte, magazinige Zeitung zu liefern.

Die Leserinnen und Leser der Heilbronner Stimme, Hohenloher Zeitung und Kraichgau Stimme bleiben nun noch besser auf dem Laufenden: Ab sofort ist der Lokalteil deutlich aktueller als bisher, weil er später gedruckt wird. Möglich machen das zwei neue Druckmaschinen, die in der Heilbronner Austraße aufgebaut werden. 15 Millionen Euro investiert der Verlag in die Anlagen. "Ein deutlicheres Bekenntnis zur gedruckten Zeitung kann es kaum geben", sagt Geschäftsführer Bernd Herzberger. "Diese Investition wird dafür sorgen, dass die mehrfach mit internationalen Preisen ausgezeichnete Druckqualität des Medienunternehmens Heilbronner Stimme auch in Zukunft auf höchstem Niveau bleibt".

Der Mannheimer Morgen hat am 30. August eine neue Serie mit dem Namen "Kitas unter der Lupe" begonnen. Täglich wird eine Kita der Stadt vorgestellt; dazu wird ein Bewertungsbogen abgedruckt, in dem der Redakteur solche Kriterien wie Parkplatzangebot, Verpflegung, pädagogisches Angebot, Spielgeräte, Außengelände u.m. mit Sternen von eins (mangelhaft) bis fünf (sehr gut) bewertet. Die Serie wird bis weit in das Jahr 2015 hineinreichen. Im morgenweb, dem Netzauftritt der Zeitung, sind Bewertungsbögen für alle Mannheimer Kitas - knapp 200 - schon jetzt hinterlegt. Dort können die Leser der Zeitung seit 30. August abstimmen - unabhängig wann die Kita im Printprodukt beschrieben wird. Nach einer Woche hatten bereits mehr als 1000 morgenweb-Nutzer das Abstimmungsformular ausgefüllt, so dass die Internet-Abstimmungsergebnisse jeder Kita mit in die Printberichterstattung einfließen.

Der VSZV

Der Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV) wurde 1953 als landesweite Interessenvertretung der Tageszeitungen in Baden-Württemberg gegründet. Ihm gehören heute 53 von 56 baden-württembergischen Tageszeitungsverlagen an. Zu den Hauptaufgaben des Verbandes gehört die Wahrnehmung der gemeinsamen beruflichen und wirtschaftlichen Interessen der Zeitungsverleger in Baden-Württemberg, also die Beratung und Information der Mitglieder in verlegerischen Fragen. Der Verband nimmt die sozialpolitischen und arbeitsrechtlichen Interessen seiner Mitglieder wahr und ist berechtigt, Tarifverträge mit den Tarifpartnern abzuschließen.

Der VSZV ist einer der größten Landesverbände innerhalb des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), in dem elf Landesverbände zusammengeschlossen sind. In Baden-Württemberg sind die meisten Verlage ansässig, und auch auflagenmäßig steht das Land nach dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen und dem flächenmäßig größeren Bundesland Bayern an dritter Stelle. Die Zeitungsstruktur im Südwesten zeichnet sich in besonderer Weise durch Vielfalt und Ausgewogenheit aus; die Presselandschaft wird geprägt durch die mittelgroße Heimatzeitung und nicht wie in anderen Bundesländern durch Zeitungen mit hohen Auflagen. Zur Eigenständigkeit und Vielfalt beigetragen haben nicht zuletzt etliche Kooperationen. Dies sind Zusammenschlüsse von sog. Mantellieferanten und Lokalzeitungen, die ihrerseits den Mantel beziehen.