Die "Pforzheimer Zeitung" gilt seit Jahren als Seriensieger beim European Newspaper Award. Mit insgesamt neun Auszeichnungen bei der diesjährigen 17. Auflage des Wettbewerbs stellt die PZ allerdings ihre bisherigen Erfolge in den Schatten.

Im Pforzheimer Medienhaus war die Freude trotz der besorgniserregenden Nachrichten in der vergangenen Woche riesig. "Es bedarf angesichts des medialen Strukturwandels und der sozialen und gesellschaftlichen Aufgeregtheiten auch einer gehörigen Portion gesunden Selbstbewusstseins, um bestehen zu können", sagt Verleger und Herausgeber Albert Esslinger-Kiefer und stellt deshalb fest: "Der Redaktion und den Mediengestaltern gilt ein besonderes Kompliment; sind sie doch mit großem Engagement dabei, die Leser immer wieder mit Award verdächtigen Seiten zu überraschen." Thomas Satinsky, geschäftsführender Verleger der "Pforzheimer Zeitung" verweist auf das Zusammenspiel von Text und Layout moderner Zeitungsproduktion: "Wir verstehen Journalismus als eine Komposition aus Texten, Fotos, Grafiken und pfiffigen Ideen. Und ganz offensichtlich sieht dies die sehr fachkundige Jury beim European Newspaper Award ebenso. Darauf sind wir stolz!"

Unter dem Claim "Für Menschen, die eine Meinung haben" hat die Stuttgarter Zeitung eine neue Imagekampagne gestartet. Im Mittelpunkt stehen Stuttgarter Persönlichkeiten aus Sport, Kultur und Wirtschaft.

Ziel der neuen Kampagne ist es, die Positionierung der Stuttgarter Zeitung als Regionalzeitung mit überregionalem Qualitätsanspruch zu stärken. Als Testimonials konnten Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück, die gebürtige Stuttgarter Schauspielerin Natalia Wörner und der frühere VfB-Spieler Cacau gewonnen werden. "Mit der Kampagne investieren wir in die Marke Stuttgarter Zeitung und kommunizieren klar ihre Kompetenz: umfassende Information auf hohem Niveau", so Herbert Dachs, Geschäftsführer der Stuttgarter Zeitung, "Durch die Positionierung der Motive an zentralen Punkten im Verbreitungsgebiet wird die Zeitung außerdem in der Stadt und den Landkreisen sichtbarer."

Der VSZV

Der Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV) wurde 1953 als landesweite Interessenvertretung der Tageszeitungen in Baden-Württemberg gegründet. Ihm gehören heute 53 von 56 baden-württembergischen Tageszeitungsverlagen an. Zu den Hauptaufgaben des Verbandes gehört die Wahrnehmung der gemeinsamen beruflichen und wirtschaftlichen Interessen der Zeitungsverleger in Baden-Württemberg, also die Beratung und Information der Mitglieder in verlegerischen Fragen. Der Verband nimmt die sozialpolitischen und arbeitsrechtlichen Interessen seiner Mitglieder wahr und ist berechtigt, Tarifverträge mit den Tarifpartnern abzuschließen.

Der VSZV ist einer der größten Landesverbände innerhalb des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), in dem elf Landesverbände zusammengeschlossen sind. In Baden-Württemberg sind die meisten Verlage ansässig, und auch auflagenmäßig steht das Land nach dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen und dem flächenmäßig größeren Bundesland Bayern an dritter Stelle. Die Zeitungsstruktur im Südwesten zeichnet sich in besonderer Weise durch Vielfalt und Ausgewogenheit aus; die Presselandschaft wird geprägt durch die mittelgroße Heimatzeitung und nicht wie in anderen Bundesländern durch Zeitungen mit hohen Auflagen. Zur Eigenständigkeit und Vielfalt beigetragen haben nicht zuletzt etliche Kooperationen. Dies sind Zusammenschlüsse von sog. Mantellieferanten und Lokalzeitungen, die ihrerseits den Mantel beziehen.