Der Tarifkampf beschäftigt die Südwest-Verleger bei ihrem Jahrestreffen am Bodensee. Die Arbeitgeber mahnen die Redakteure, Vernunft anzunehmen. Die Zeitungen seien zwar nicht in der Krise, müssten aber weiter in die Digitalisierung investieren.

Die Zeitungsverleger wollen in den Tarifverhandlungen für die bundesweit 14 000 Redakteure in der nächsten Runde ein leicht nachgebessertes Angebot vorlegen. "Es kommt ein Schnäpschen oben drauf", kündigte Stephan Bourauel, Geschäftsführer des Verbands Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV), am Freitag bei der Jahrestagung in Konstanz an. Zuletzt hatte der Bundesverband der Zeitungsverleger (BDZV) eine Erhöhung um zweimal 2 Prozent angeboten. Die Gewerkschaften DJV und Verdi verlangen ein Plus von bis zu 6 Prozent.

Die Wirtschaftsredaktion der Schwäbischen Zeitung schreibt unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, zum fünften Mal den Gründerpreis der Schwäbischen aus. Bis zum 30. April 2014 können sich Unternehmen per Onlineformular auf der Internetseite schwaebische.de/gruenderpreis bewerben und dort die erforderlichen Unterlagen wie Fotos, Lebenslauf und Gründungsnachweis hochladen. Bewerbungen per Post sind nur in begründeten Einzelfällen möglich. Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen aus 14 zugelassenen Landkreisen von Schwäbisch Hall bis Bodensee und von Tuttlingen bis ins Allgäu, die nach dem 1. Januar 2010 gegründet worden sind. Welche Landkreise im Einzelnen zugelassen sind und alle weiteren Informationen finden Sie auf der Internetseite schwaebische.de/gruenderpreis.

Der Gründerpreis der Schwäbischen fördert die Wirtschaft in der Region. Als heimatverbundenes und engagiertes Unternehmen verfolgt Schwäbisch Media mit diesem Preis das Ziel, mutige Existenzgründer im Südwesten zu unterstützen. Zu gewinnen gibt es Preise im Wert von insgesamt 18.000 Euro. Darüber hinaus können Existenzgründer mit dem Sonderpreis der Jury oder dem Publikumspreis geehrt werden. Alle Bewerber werden im Wirtschaftsteil der Schwäbischen Zeitung mit einem kurzen Steckbrief sowie einem Unternehmensporträt auf schwaebische.de/gruenderpreis veröffentlicht.

Der VSZV

Der Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV) wurde 1953 als landesweite Interessenvertretung der Tageszeitungen in Baden-Württemberg gegründet. Ihm gehören heute 53 von 56 baden-württembergischen Tageszeitungsverlagen an. Zu den Hauptaufgaben des Verbandes gehört die Wahrnehmung der gemeinsamen beruflichen und wirtschaftlichen Interessen der Zeitungsverleger in Baden-Württemberg, also die Beratung und Information der Mitglieder in verlegerischen Fragen. Der Verband nimmt die sozialpolitischen und arbeitsrechtlichen Interessen seiner Mitglieder wahr und ist berechtigt, Tarifverträge mit den Tarifpartnern abzuschließen.

Der VSZV ist einer der größten Landesverbände innerhalb des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), in dem elf Landesverbände zusammengeschlossen sind. In Baden-Württemberg sind die meisten Verlage ansässig, und auch auflagenmäßig steht das Land nach dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen und dem flächenmäßig größeren Bundesland Bayern an dritter Stelle. Die Zeitungsstruktur im Südwesten zeichnet sich in besonderer Weise durch Vielfalt und Ausgewogenheit aus; die Presselandschaft wird geprägt durch die mittelgroße Heimatzeitung und nicht wie in anderen Bundesländern durch Zeitungen mit hohen Auflagen. Zur Eigenständigkeit und Vielfalt beigetragen haben nicht zuletzt etliche Kooperationen. Dies sind Zusammenschlüsse von sog. Mantellieferanten und Lokalzeitungen, die ihrerseits den Mantel beziehen.