Wie gut sind die Einkaufsmöglichkeiten in Ihrem Wohnort, wie empfinden Sie die Verkehrsbelastung oder sind Sie mit der Kinderbetreuung zufrieden? Zehn Fragen rund um die Situation in Ihrem eigenen Wohnort können die Bürger in allen zwölf Gemeinden aus dem Verbreitungsgebiet der Marbacher Zeitung derzeit online beantworten. Fast 500 Leser haben sich bereits an der spielend einfach auszufüllenden Online-Abfrage unter www.marbacher- zeitung.de/orts-check beteiligt und täglich werden es mehr.

Vom 5. Mai 2014 bis zum 17. Mai veröffentlicht die Marbacher Zeitung täglich drei Sonderseiten hierzu. Auf der ersten Seite spiegeln sich die Meinungen der Bürger in Form von zahlreichen Kommentaren wieder, die sie auf der Plattform gepostet haben. Das Leser-Urteil schlägt sich aber auch als Note in der Zeitung nieder. Der Bürgermeister oder Verantwortliche der Kommune, die beim Orts-Check am besten abgeschnitten hat, wird nach dem Erfolgsrezept gefragt. Außerdem kommen Experten zum jeweiligen Themengebiet zu Wort, die unter anderem erklären, welche Möglichkeiten ein Kommunalgremium überhaupt hat, Einfluss auf die jeweiligen Themen zu nehmen und welches Mitspracherecht Kreis, Land oder Bund haben.

Der Tarifkampf beschäftigt die Südwest-Verleger bei ihrem Jahrestreffen am Bodensee. Die Arbeitgeber mahnen die Redakteure, Vernunft anzunehmen. Die Zeitungen seien zwar nicht in der Krise, müssten aber weiter in die Digitalisierung investieren.

Die Zeitungsverleger wollen in den Tarifverhandlungen für die bundesweit 14 000 Redakteure in der nächsten Runde ein leicht nachgebessertes Angebot vorlegen. "Es kommt ein Schnäpschen oben drauf", kündigte Stephan Bourauel, Geschäftsführer des Verbands Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV), am Freitag bei der Jahrestagung in Konstanz an. Zuletzt hatte der Bundesverband der Zeitungsverleger (BDZV) eine Erhöhung um zweimal 2 Prozent angeboten. Die Gewerkschaften DJV und Verdi verlangen ein Plus von bis zu 6 Prozent.

Der VSZV

Der Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV) wurde 1953 als landesweite Interessenvertretung der Tageszeitungen in Baden-Württemberg gegründet. Ihm gehören heute 53 von 56 baden-württembergischen Tageszeitungsverlagen an. Zu den Hauptaufgaben des Verbandes gehört die Wahrnehmung der gemeinsamen beruflichen und wirtschaftlichen Interessen der Zeitungsverleger in Baden-Württemberg, also die Beratung und Information der Mitglieder in verlegerischen Fragen. Der Verband nimmt die sozialpolitischen und arbeitsrechtlichen Interessen seiner Mitglieder wahr und ist berechtigt, Tarifverträge mit den Tarifpartnern abzuschließen.

Der VSZV ist einer der größten Landesverbände innerhalb des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), in dem elf Landesverbände zusammengeschlossen sind. In Baden-Württemberg sind die meisten Verlage ansässig, und auch auflagenmäßig steht das Land nach dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen und dem flächenmäßig größeren Bundesland Bayern an dritter Stelle. Die Zeitungsstruktur im Südwesten zeichnet sich in besonderer Weise durch Vielfalt und Ausgewogenheit aus; die Presselandschaft wird geprägt durch die mittelgroße Heimatzeitung und nicht wie in anderen Bundesländern durch Zeitungen mit hohen Auflagen. Zur Eigenständigkeit und Vielfalt beigetragen haben nicht zuletzt etliche Kooperationen. Dies sind Zusammenschlüsse von sog. Mantellieferanten und Lokalzeitungen, die ihrerseits den Mantel beziehen.