Erster Spatenstich beim Schwäbischen Verlag

Medienhaus verlegt Sitz von Leutkirch nach Ravensburg

Der erste Spatenstich ist gesetzt. Der Neubau des Schwäbischen Verlages an der Karlstraße geht jetzt voran. Bis Ende 2011 soll das Großprojekt fertig sein. Dann wird das Medienhaus seinen Firmensitz von Leutkirch nach Ravensburg verlegen. Rund 300 Mitarbeiter werden im Neubau ihren Arbeitsplatz haben.

"Wir freuen uns, dass es jetzt nach einer intensiven Phase der Planung endlich losgeht", betont Dr. Kurt Sabathil, der Geschäftsführer des Medienhauses Schwäbischer Verlag, in einer kurzen Erklärung anlässlich des ersten Spatenstiches in Anwesenheit von Ravensburgs Oberbürgermeister Hermann Vogler, Baubürgermeisterin Stephanie Utz und dem Architekten Wiel Arets aus Amsterdam. Sabathil bedankt sich nochmal beim scheidenden OB Vogler für dessen Unterstützung: "Die Zusammenarbeit mit der Stadt war während der gesamten Planungs- und Vorbereitungszeit bis hin zur Baugenehmigung sehr konstruktiv."

Trauer um Heinrich Diesbach

Weinheimer Verleger mit 88 Jahren gestorben

Heinrich Diesbach, Herausgeber und Verleger der Weinheimer Nachrichten und Odenwälder Zeitung, ist am Freitag, 26. Februar 2010, im Alter von 88 Jahren in Weinheim gestorben. Heinrich Diesbach hatte 1945 als 24-Jähriger das Familienunternehmen gemeinsam mit seinem Bruder Hermann wieder gegründet und damit die bereits 1862 von seinem Großvater Wilhelm Diesbach begonnene Tradition fortgesetzt. Am 1. Juni 1949 konnten die Weinheimer Nachrichten wieder erscheinen; drei Monate später kam die Odenwälder Zeitung hinzu.

Schnell erkannte Heinrich Diesbach, dass die Unabhängigkeit des Weinheimer Verlages, der seit 1985 unter dem Namen DiesbachMedien GmbH firmiert und heute von seinem Sohn Dr. Volker Diesbach geführt wird, und der hohe Anspruch an die Herausgabe von Tageszeitungen nur mit starken Kooperationspartnern gesichert werden kann.

Der VSZV

Der Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV) wurde 1953 als landesweite Interessenvertretung der Tageszeitungen in Baden-Württemberg gegründet. Ihm gehören heute 53 von 56 baden-württembergischen Tageszeitungsverlagen an. Zu den Hauptaufgaben des Verbandes gehört die Wahrnehmung der gemeinsamen beruflichen und wirtschaftlichen Interessen der Zeitungsverleger in Baden-Württemberg, also die Beratung und Information der Mitglieder in verlegerischen Fragen. Der Verband nimmt die sozialpolitischen und arbeitsrechtlichen Interessen seiner Mitglieder wahr und ist berechtigt, Tarifverträge mit den Tarifpartnern abzuschließen.

Der VSZV ist einer der größten Landesverbände innerhalb des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), in dem elf Landesverbände zusammengeschlossen sind. In Baden-Württemberg sind die meisten Verlage ansässig, und auch auflagenmäßig steht das Land nach dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen und dem flächenmäßig größeren Bundesland Bayern an dritter Stelle. Die Zeitungsstruktur im Südwesten zeichnet sich in besonderer Weise durch Vielfalt und Ausgewogenheit aus; die Presselandschaft wird geprägt durch die mittelgroße Heimatzeitung und nicht wie in anderen Bundesländern durch Zeitungen mit hohen Auflagen. Zur Eigenständigkeit und Vielfalt beigetragen haben nicht zuletzt etliche Kooperationen. Dies sind Zusammenschlüsse von sog. Mantellieferanten und Lokalzeitungen, die ihrerseits den Mantel beziehen.