Die Tochterfirma der Pforzheimer Zeitung "INFO – Das Magazin Pforzheim" hat dieses Jahr erstmalig das kostenlos erhältliche Magazin "Mein Karrierestart" veröffentlicht. Auf 138 Seiten finden sich nützliche Tipps für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz und die aktuelle berufliche Situ-ation in der Region. In einem Sonderteil werden Schulen & Hochschulen behandelt. Erfahrungsberichte von aktuellen Azubis und Schülern sollen den Lesern zusätzliche Impulse geben.

Die Inhalte sind ebenfalls online abgebildet. Jugendliche sollen sich primär vom digitalen Portal www.mein-karrierestart.info angesprochen fühlen und in kurzen Ausbildungsvideos erfahren, welche Firmen und Ausbildungsberufe am besten zu ihnen passen. In den Videos erzählen Azubis dem Nutzer auf Augenhöhe von Ihrem Beruf und ihren Tätigkeiten im Betrieb.

Weltklasse hat das Angebot deutscher Zeitungen für Kinder und Jugendliche: Beim World Young Reader Prize des Weltverbands der Zeitungen und Nachrichtenmedien WAN-IFRA (Paris/Frankfurt am Main) wurden heute erneut zwei Titel aus Deutschland ausgezeichnet.

Je ein erster Preis geht an die "Heilbronner Stimme" in der Kategorie "Digital First" und an die "Schwäbische Post"/ "Gmünder Tagespost" (sdz, Aalen) in der Kategorie "Marke" (Brand). Die "Heilbronner Stimme" ist mit ihrem Projekt "4. Dezember 1944" siegreich: Hier konnten - vor allem zahlreiche junge - Leser und Nutzer mobil per WhatsApp am 4. Dezember 2014 minutengenau mitverfolgen, was geschah, als ihre Stadt 70 Jahre zuvor im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde. Die Jury würdigte die Aktion als "innovativ, einfach, mitreißend und hervorragend umgesetzt". Die "Schwäbische Post"/ "Gmünder Tagespost" wird für ihre "Mini-WM" geehrt, bei der Schulkinder aus dem Verbreitungsgebiet an zwei Tagen im Sommer 2014 ihre eigene Fußball-Weltmeisterschaft austrugen und klassenweise jeweils ein Nationalteam bildeten. Dies sei, so die Jury, eine hervorragend organisierte Familienveranstaltung, die zur Markenbildung beitrage.

Der VSZV

Der Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV) wurde 1953 als landesweite Interessenvertretung der Tageszeitungen in Baden-Württemberg gegründet. Ihm gehören heute 53 von 56 baden-württembergischen Tageszeitungsverlagen an. Zu den Hauptaufgaben des Verbandes gehört die Wahrnehmung der gemeinsamen beruflichen und wirtschaftlichen Interessen der Zeitungsverleger in Baden-Württemberg, also die Beratung und Information der Mitglieder in verlegerischen Fragen. Der Verband nimmt die sozialpolitischen und arbeitsrechtlichen Interessen seiner Mitglieder wahr und ist berechtigt, Tarifverträge mit den Tarifpartnern abzuschließen.

Der VSZV ist einer der größten Landesverbände innerhalb des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), in dem elf Landesverbände zusammengeschlossen sind. In Baden-Württemberg sind die meisten Verlage ansässig, und auch auflagenmäßig steht das Land nach dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen und dem flächenmäßig größeren Bundesland Bayern an dritter Stelle. Die Zeitungsstruktur im Südwesten zeichnet sich in besonderer Weise durch Vielfalt und Ausgewogenheit aus; die Presselandschaft wird geprägt durch die mittelgroße Heimatzeitung und nicht wie in anderen Bundesländern durch Zeitungen mit hohen Auflagen. Zur Eigenständigkeit und Vielfalt beigetragen haben nicht zuletzt etliche Kooperationen. Dies sind Zusammenschlüsse von sog. Mantellieferanten und Lokalzeitungen, die ihrerseits den Mantel beziehen.