Elisabeth Frate, die Verlegerin des "Schwäbischen Tagblatts" in Tübingen, hat die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg erhalten. Mit dieser persönlichen Auszeichnung würdigte Ministerpräsident Winfried Kretschmann ihr Engagement für das Zeitungs- und Verlagswesen sowie für kranke Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg. Die Staufermedaille wird seit 1977 vergeben und ist eine der höchsten Auszeichnungen des Landes Baden-Württemberg.

Dr. Nils Schmid, stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft und Finanzen, überreichte die Medaille am 1. Juli in Tübingen. Er nannte die 1945 geborene Elisabeth Frate "eine Persönlichkeit, die sich für eine starke und vielfältige Presselandschaft und das Miteinander im Land einsetzt". In zweiter Generation habe sie mit Verleger und Chefredakteur Christoph Müller das Erbe der Väter Will-Hanns Hebsacker und Ernst Müller weiterentwickelt und eine "Lokalzeitung mit unverwechselbarem Charakter geschaffen, die weit über die Grenzen Baden-Württembergs bekannt wurde". Das "Schwäbische Tagblatt" sei eine "Talentschmiede für Journalisten" und "unabhängige und meinungsstarke Zeitung", wie er schon als Student in Tübingen mitbekommen habe. Der Regierungs-Vize bekannte sich zur Presse: "Die Zeitung ist und bleibt das Leitmedium der Deutschen." Sie habe laut einer Allensbach-Umfrage die höchste Glaubwürdigkeit der Medien. Schmid betonte: "Es braucht Verleger, die den Zeitungsmachern Raum für ihr Schaffen geben."

Schon über 100.000 Facebook-Fans hat die Mannheimer Mediengruppe Dr. Haas mit ihren Nachrichtenportalen.
Dabei verteilen sich die aktuell 107.437 Fans (Stichtag 29.7.) auf die fünf Facebook-Gruppen der Zeitungstitel (Mannheimer Morgen, Fränkische Nachrichten, Bergsträßer Anzeiger, Schwetzinger Zeitung und Südhessen Morgen) sowie die drei Gruppen der Reichweitenportale Mannheim24, Heidelberg24 und Ludwigshafen24.

Der VSZV

Der Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV) wurde 1953 als landesweite Interessenvertretung der Tageszeitungen in Baden-Württemberg gegründet. Ihm gehören heute 53 von 56 baden-württembergischen Tageszeitungsverlagen an. Zu den Hauptaufgaben des Verbandes gehört die Wahrnehmung der gemeinsamen beruflichen und wirtschaftlichen Interessen der Zeitungsverleger in Baden-Württemberg, also die Beratung und Information der Mitglieder in verlegerischen Fragen. Der Verband nimmt die sozialpolitischen und arbeitsrechtlichen Interessen seiner Mitglieder wahr und ist berechtigt, Tarifverträge mit den Tarifpartnern abzuschließen.

Der VSZV ist einer der größten Landesverbände innerhalb des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), in dem elf Landesverbände zusammengeschlossen sind. In Baden-Württemberg sind die meisten Verlage ansässig, und auch auflagenmäßig steht das Land nach dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen und dem flächenmäßig größeren Bundesland Bayern an dritter Stelle. Die Zeitungsstruktur im Südwesten zeichnet sich in besonderer Weise durch Vielfalt und Ausgewogenheit aus; die Presselandschaft wird geprägt durch die mittelgroße Heimatzeitung und nicht wie in anderen Bundesländern durch Zeitungen mit hohen Auflagen. Zur Eigenständigkeit und Vielfalt beigetragen haben nicht zuletzt etliche Kooperationen. Dies sind Zusammenschlüsse von sog. Mantellieferanten und Lokalzeitungen, die ihrerseits den Mantel beziehen.